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Zukunft: "30 Stunden sind genug! Warum es sinnvoll ist, die Arbeitszeit zu verkürzen"

 

In einem aktuellen Debattenbeitrag fordert David Spencer, Professor für Wirtschaft und politische Ökonomie an der Leeds Universität, die Ausweitung des Wochenendes. ...  Möglich wird dies durch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von derzeit meist 40 Stunden oder mehr auf nur noch 30 Stunden.

  • Der verstärkende Leistungsdruck hat keine guten Auswirkungen auf den Einzelnen:
  • Lange Arbeitszeiten erhöhen das Risiko von Herzinfarkten und machen anfällig für Diabetes. Hinzu kommen Stress, mangelndes Wohlbefinden und ein verkümmerndes Sozialleben.
  • In China sollen jährlich rund 600.000 Menschen pro Jahr an Überarbeitung sterben.
  • Schon in den 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat der legendäre Ökonom John Maynard Keynes vorausgesagt, dass zur Jahrtausendwende die Wochenarbeitszeit bei nur noch 15 Stunden liegen wird.
  • "Mit weniger menschlichem Arbeitseinsatz ist dank der Hilfe von Maschinen, Robotern, intelligenten Computersystemen und der digitalen Vernetzung immer mehr Wertschöpfung möglich."
  • "In Deutschland, ... wächst die Arbeitsproduktivität seit Jahrzehnten beständig an. Allein zwischen 1991 und 2012 ist die Produktivität pro Arbeitsstunde um rund 35 Prozent gestiegen."
  • "In den 1970er und 1980er Jahren waren die Zuwachsraten ... noch größer."
  • Jedoch sind die Löhne in der selben Zeit deutlich geringer gestiegen.
  • Das heißt: Der Ertrag von "Entwicklung und Fortschritt wird seit Jahrzehnten nicht an die Arbeitenden weitergereicht, sondern ... vermehrt ... den Gewinn" einer kleinen Gruppe "von Kapitaleignern, Privatanlegern und Investoren."
  • Ermöglicht wird dies durch den neoliberalen Grundsatz von "Freiheit".
  • David Spencer sieht einen regelrechten Teufelskreis am Werk:
  • "Ständig werden neue Konsumbedürfnisse geweckt, das neueste Auto, das neueste Smartphone, quartalsweise wechselnde Moden werden beworben – es muss schließlich verkauft werden."
  • "Steigender Konkurrenzdruck ... und das Gerangel um die ... immer weniger werdenden ... Arbeitsplätze sorgen ... für Lohndumping."
  • "Der Umbau der Sozialsysteme – wie etwa in Deutschland durch die „Agenda 2010″ tut sein Übriges."
  • "Auf die Beschäftigten wird Druck „von unten“ aufgebaut. Wer mit geringeren Löhnen, unbezahlten Überstunden oder steigendem Stress am Arbeitsplatz nicht einverstanden ist," verliert seinen Job.
  • "Vorhandene Arbeit kann gerechter verteilt werden, wenn die Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden begrenzt wird. Durch den sinkenden Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt würden zudem die Stundenlöhne steigen. Statt wenigen Profiteuren käme der Ertrag aus steigender Produktivität" den Arbeitenden zugute.
  •     „Technologisch sind wir dazu durchaus in der Lage. ... Stattdessen wurde Technologie dazu verwendet, neue Wege zu finden, uns alle noch mehr arbeiten zu lassen."
  • Dazu mussten "Arbeitsplätze geschaffen werden, die ... sinnlos sind", bzw. nicht wirklich gebraucht werden. "
  • "Statt mit endlosen Marathonschichten kann mit fokussiertem Arbeitseinsatz und Raum für Entspannung in der Regel mehr erreicht werden."
  • "Die Aufrechterhaltung hoher Arbeitszeiten gekoppelt an Löhne, die dem nicht gerecht werden, hat" den Zweck, die Macht der herrschenden Klasse (Elite) zu erhalten.
  • "Nur wenn – wie bei vorangegangenen Arbeitskämpfen – die arbeitende Bevölkerung gemeinsam für ihre Interessen eintreten würde, wäre eine Umsetzung des Konzepts der Arbeitszeitverkürzung in Sicht.

"Die obigen Auszüge und Zusammenfassungen entstammen folgender Quelle:

http://www.rtdeutsch.com/30974/headline/30-stunden-sind-genug-warum-es-sinnvoll-ist-die-arbeitszeit-zu-verkuerzen/


Unser Kommentar:

  • Der angesprochene neoliberale Grundsatz von "Freiheit" bedeutet in diesem Zusammenhang immer die Freiheit von Mächtigen und Produzenten, Großkonzerne unbegrenzt wachsen zu lassen und unbegrenzt Gewinne machen zu können, ohne Rücksicht auf die Arbeitnehmer und die Umwelt.
  • Die Arbeitnehmer haben jedoch ein Recht auf Leben und die Ressourcen und die Natur müssen für unsere Nachkommen erhalten und geschont werden.
  • Diese Probleme ließen sich lösen, indem die Produktion und unser Wirtschaftssystem nicht für die Gewinne einzelner da wäre, sondern für uns Menschen.
  • Das ließe sich erreichen, indem unnötige Produkte nicht hergestellt werden, die Arbeitszeit verkürzt würde und die Gewinne, die ein gewisses Maß übersteigen, auf den Rest der Bevölkerung verteilt würden. Auch dürften die Konzerne nicht unkontrollierbar groß werden.
  • Hierzu könnten die Politiker die Steuern für Großkonzern erhöhen, die Zahl der Arbeitsstunden zunächst auf 30 Stunden je Woche (später auf 10 Stunden je Woche) absenken, die Gewinne und die Größe der Unternehmen begrenzen.
  • Wir sind aber nicht naiv und wissen, dass Politiker das nicht machen würden, weil sie meist im Interesse der Konzerne handeln.
  • Die Lösung ist, wie im Artikel erwähnt, dass die arbeitende Bevölkerung gemeinsam für ihre Interessen eintreten würde.
  • Diese Lösung ist in Sicht und ihr müsst euch nur noch organisieren, z.B. in Facebook-Gruppen oder anderen Organisationen und mit Demonstrationen.

(©@Joe)

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  • Marc Friedrich, Bestsellerautor und Wirtschaftsexperte, im Gespräch mit unserem Thomas Eibeck.

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