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Marc Friedrich & Matthias Weik

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich haben die erfolgreichsten Wirtschaftsbücher der letzten Jahre verfasst. Viele ihrer Prognosen aus den Büchern und ihren Analysen sind eingetreten. “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ und „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten waren die erfolgreichsten Wirtschaftsbücher 2013 & 2014. Auch „Kapitalfehler - Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ und das aktuelle Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben, schafften es auf Anhieb  auf Platz 1 der manager magazin und Handelsblattbestsellerliste. Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds dem FRIEDRICH&WEIK WERTEFONDS.Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/ und bei Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.

EZB – die Insolvenzverschleppung und der Wahnsinn gehen weiter

Ein Gastartikel von Matthias Weik und Marc Friedrich

Der Wahnsinn der EZB geht weiter. Während manche von einer Zinswende faseln können wir diese nirgendwo keinesfalls erkennen. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen. Um Klartext zu sprechen: Es gibt keine Zinswende und es wird auch in den nächsten Jahren keine geben! Markante Zinserhöhungen können wir uns alle abschminken. Der EZB-Chef Mario Draghi hat gestern verkündet, dass der Zins weiterhin bei 0 Prozent und der Negativzins für Bankeinlagen bei der EZB weiterhin bei minus 0,4 Prozent bleiben. Was ist das bitte für eine Zinswende? Obendrein wurde verkündet, wie von uns richtig vorhergesagt, dass das irrsinnige Aufkaufprogramm der EZB, welches eigentlich Ende dieses Jahres enden sollte, abermals verlängert wird. Zwar werden dann keine 60.000 Millionen Euro sondern nur noch 30 Milliarden Euro pro Monat, für weitere 9 Monate, gedruckt! Das sind jedoch immer noch 30.000 Millionen Euro pro Monat und insgesamt 270.000 Millionen zu viel. Das soll die Wende sein? Wir gehen davon aus, dass auch im September 2018 damit nicht Schluss ist und auch 2019 weiterhin Geld von der EZB Geld gedruckt wird und der Zins im Keller bleiben wird, da Draghi keinen Plan B zur Lösung der Krise hat außer dieses eine Notenbankexperiment welches an pure Verzweiflung grenzt. Die Party an den Märkten dürfte also bis dahin weiter gehen. Es bleibt spannend was die EZB noch aufkaufen will. Wir werden im September 2018 dann eine noch ratlosere EZB sehen, die weiterhin verzweifelt Zeit kaufen wird, welche die Politik abermals nicht nutzen wird.

Bis zum heutigen Tag hat allein die EZB über 2.188.000.000.000 Euro (2,188 Billionen Euro) in die Märkte gepumpt und seit gestern ist bekannt, dass kein Ende in Sicht ist. Der Wahnsinn wird sich bis September auf 2,55 Billionen auftürmen für im Notfall wir alle haften müssen. In Anbetracht der gigantischen Schuldenberge und der äußerst schwachen Wirtschaft insbesondere in Griechenland und Italien, aber auch in Frankreich, Portugal und Spanien werden wir auch in Zukunft keine markanten Zinserhöhungen sehen, da ansonsten eben diese Staaten relativ zügig erhebliche Refinanzierungsprobleme bekommen würden. Unbestreitbar ist der Euro viel zu stark für die Länder Südeuropas und viel zu schwach für Deutschland. Diese Tatsache wird auch Herr Draghi mit seinem unverantwortlichen Programm nicht verändern können. Im Zins- und Währungskorsett des Euros wird die Südschiene Europas niemals auf die Beine kommen.

 

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Gegenwärtig ist die Bilanzsumme der EZB, mit über 5 Billionen Euro, wovon 2,2 Billionen Euro auf die Wertpapierkäufe entfallen, höher als die der US-Notenbank FED. Die EZB ist mittlerweile zu einem wichtigen Marktteilnehmer geworden. Sie kauft Aktien und Anleihen von Unternehmen auf, welche auf eher tönernen Füßen stehen. Obendrein kauft sie Staatsanleihen von Ländern wie beispielsweise Griechenland auf, welche faktisch bankrott sind, oder Ländern wie Italien, welche wirtschaftlich gesehen mit dem Rücken zur Wand stehen. Längst betreibt die EZB monetäre Staatsfinanzierung welche offensichtlich verboten ist. Man kann es auch knallhart als Insolvenzverschleppung bezeichnen. Wenn Notenbanken auf globaler Ebene permanent in die Märkte eingreifen kann man nicht mehr von freier Marktwirtschaft sprechen sondern von Planwirtschaft. Fakt ist jedoch auch: mit der Notenbankpresse lassen sich nachhaltig keine Probleme lösen auch wenn eben dies auf globaler Ebene versucht wird. Ein Blick nach Japan zeigt auf, wie weit man diesen Irrsinn treiben kann. Mittlerweile hält die japanische  Notenbank - Bank of Japan - 75 Prozent aller japanischen ETFs. Wo bitte soll die Reise hingehen? Werden Notenbanken bald die größten Anleihen-, Aktienbesitzer… Es ist überdeutlich, dass wir mittlerweile keine freien Märkte mehr haben, sondern dass ganz eindeutig eine Planwirtschaft der Notenbanken herrscht. Bekanntlicherweise hat Planwirtschaft noch nie funktioniert. Aber Herr Juncker hat jetzt eine Lösung präsentier wie wir den Euro und die EU retten können: Die Ausweitung des Euros in alle Länder - ja auch in Rumänien und Bulgarien. Folglich werden wir uns in Zukunft warm anziehen müssen.

 

Realtitätsverlust in Brüssel und Berlin

 

Ein Gastartikel von Matthias Weik und Marc Friedrich

"Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren."

Ayn Rand

Wir können nur noch mit dem Kopf schütteln und sind fassungslos. Mittlerweile scheint sich der totale Realitätsverlust unter den EU-Granden in den Elfenbeintürmen in Brüssel breit zu machen. Anders lässt sich der Plan von EU-Kommissionspräsident Juncker, den Euro in der gesamten Europäischen Union einführen, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern, nicht erklären. Ferner sollen alle EU-Länder der Schengenzone ohne Grenzkontrollen beitreten, wie EU-Diplomaten vor Junckers Grundsatzrede im Europaparlament sagten. Obendrein soll die EU weiter wachsen: Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben. Finanzminister Wolfgang Schäuble findet die Idee gut. „Bundesfinanzminister Schäuble unterstützt die Pläne von EU-Kommissionspräsident Juncker - knüpft eine Erweiterung der Eurozone jedoch an die Erfüllung bestimmter Kriterien.“ Moment mal: Hat man nicht schon mal "bestimmte Kriterien" gehabt und diese rigoros gebrochen? Waren diese Kriterien nicht Grundlage für die Währungsunion? Maastrichter Kriterien? Lissabonner Vertrag? No Bail Out Klausel etc. pp . Allesamt wurden diese Gesetze und Kriterien verletzt und gebrochen.

Wieso soll es dieses Mal funktionieren? Seit Jahren gibt es innerhalb der EU von oberster Stelle Vertragsbrüche am laufenden Band.....

Offensichtlich haben die politischen Eliten den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt. Weder die Griechenlandkrise, noch die Banken- und Finanzkrise, der Aufstieg der populistischen Parteien in ganz Europa noch die seit Jahren schwelende Eurokrise oder der Brexit haben zu einem dringend notwendigen Umdenken geführt.

Schauen uns wir die selbigen einmal an um zu sehen

Ein Blick auf die ökonomischen Fakten spricht eine deutliche Sprache und zeigt auf, dass es tatsächlich keineswegs so prächtig in der EU läuft wie es uns Herr Juncker und Konsorten berichten.

Entgegen der vielen Jubelmeldungen sehen wir die Lage in Europa keinesfalls positiv - sondern  lieber realistisch. Einerseits sind die Zinsen weiterhin bei 0 und werden dort auch noch sehr lange bleiben.   Andererseits steigen die Preise. Gegenwärtig haben wir eine Inflationsrate bei 1,8 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert, dass sich deutsche Sparer für längere Zeit trotz Nullzinsen mit stärker steigenden Preisen abfinden sollen. Wir fragen uns jedoch, warum wir das tun sollen?

Die irrsinnige EZB-Notenbankpolitik hat den deutschen Sparer bisher bereits heute über 436 Milliarden Euro gekostet und macht es den jungen Menschen immer schwerer adäquat für das Alter vorzusorgen. Nach wie vor versucht die EZB und die nationalen Notenbanken die Krise mit der Druckpresse zu lösen. Bis Ende des Jahres hat die EZB knapp 2,2 Billionen Euro aus dem Nichts erschaffen. Mittlerweile hat die EZB - unter der Ägide von Mario Draghi‘s – von dem Volumen der Bilanzsumme selbst die US-Notenbank FED überholt und es wird fleißig weitergedruckt – momentan 60 Milliarden Euro pro Monat. Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine Krise nachhaltig mit der Notenbankpresse gelöst. Sollte es in der Eurozone tatsächlich so prächtig laufen, dann könnte das Aufkaufprogramm umgehend gestoppt werden und der Leitzins erheblich erhöht werden. Beides wird jedoch nicht geschehen. Hätten wir beispielsweise einen Zinssatz von fünf Prozent, dann wäre Finanzminister Schäubles „Schwarze Null“ passe und Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland hätten erhebliche bis unvorstellbare Probleme sich an den Märkten zu refinanzieren.

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Ein weiteres Indiz dafür dass es in einigen Ländern Europas wirtschaftlich eben nicht gut läuft verrät uns ein Blick auf die Target2 Verbindlichkeiten. Diese haben unbeachtet einen neuen Rekordstand erreicht. Ganz vorne dabei ist unsere solide Bundesbank mit neuem Rekordstand von 852 Milliarden Euro. Auch hierfür haften im Übrigen wir Bürger! Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland kontinuierlich auf- und in Spanien und Italien weiterhin abwärts geht.

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Unserer Ansicht nach handelt es sich hierbei keinesfalls um ein nachhaltiges Geschäftskonzept. Das Geld werden wir nie wieder sehen. Ob man sich in Anbetracht dessen über den Exportweltmeistertitel – welchen wir zum Teil selber finanzieren – freuen sollen sei einmal dahingestellt. All dies wird uns vor der Bundestagswahl natürlich nicht erzählt. Es werden vielmehr Nebelkerzen geworfen und Nichtigkeiten besprochen.

Zweifellos ist der Euro viel zu schwach für uns und viel zu stark für den Süden Europas. Deutschland wird immer stärker und Südeuropa immer schwächer. Im Zins- und Währungskorsett des Euros werden die Länder Südeuropas keinesfalls mehr auf die Beine kommen.

Sollten zukünftig auch noch Länder – mit im Verhältnis zu Deutschland äußerst schwachen Volkswirtschaften - wie Bulgarien und Rumänien in die Eurozone kommen, dann hilft ein Blick nach Griechenland um zu erkennen, was diesen Ländern blühen wird. Griechenland ist nach wie vor bankrott. Dennoch erhält das Land laufend neues Steuergeld. Wie kann es sein, dass im Falle von Griechenland seit Jahren Insolvenzverschleppung betrieben wird? Wir können wir erwarten, das Geld von Griechenland wieder zu bekommen, wenn nicht einmal Deutschland als Exportweltmeister in Rekordjahren mit Rekordsteuereinnahmen und Rekordüberschüssen einen Cent Schulden zurückbezahlt. Lächerlich sind die Gewinne (1.34 Milliarden Euro) die Deutschland mit den Griechenlandanleihen verdient hat. Sie stehen in keinem Verhältnis zu den gegenüberstehenden Risiken des faktisch bankrotten Landes. Der Schuldenschnitt Griechenlands muss und wird kommen – jedoch erst nach der Bundestagswahl.

Waren die Krisen der letzten Jahre nicht heftig genug? Hat man denn gar nichts dazu gelernt? Der Euro funktioniert nicht! Nun will man die destruktive Währungsunion auf weitere Volkswirtschaften ausweiten, besser wäre es, wenn wir anfangen würden Länder von ihr endlich zu befreien (Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich etc.)  um den Menschen und der Wirtschaft zu helfen. So ist es nur ein langsamer volkswirtschaftlicher Tod auf Raten.

Bei so viel Weltfremdheit und Realitätsverlust darf man sich nicht wundern, wenn populistische Kräfte  in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen.

Die Lage in Europa keinesfalls so rosig wie es uns Herr Junker darstellt. Es ist Zeit umzudenken und nicht noch mehr vom Gleichen zu fordern, von dem heute hinlänglich bekannt ist, dass es nicht funktioniert. Entweder hält die Realität Einzug bei der EU – „Sonst knallt’s“

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  • Marc Friedrich, Bestsellerautor und Wirtschaftsexperte, im Gespräch mit unserem Thomas Eibeck.

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