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Bildung:  "Der Kapitalismus funktioniert auch mit Blöden"

"Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier sieht die heutige Jugend als Opfer der totalen Herrschaft des Marktes. Schuld an ihrer Verblödung seien auch die Reformen des Bildungssystems nach den Bedürfnissen der Wirtschaft."

  • "Wenn man abends durch die Altstadt geht und die jungen Menschen in den Kneipen sieht, hat man nicht den Eindruck, dass die ihr Leben genießen. ... Die da feiern sind nicht glücklich."
  • Für Jugendliche gibt es heute zwei große Anrufungen:
  • "Die erste ist der Arbeitsmensch, der sich nach Werten wie Askese, Leistung, Konkurrenz, Verzicht zu richten hat."
  • "Die zweite ist der Freizeitmensch, der sich an Spaß, unverbindlichen Beziehungen und Zügellosigkeit, am Rauschhaften ausrichtet."
  • "Es zeigt sich in Studien, dass das Freizeitvergnügen in erster Linie eine kompensatorische Funktion hat, nämlich das Arbeitsleid zu vergessen. Und dieses Leid entsteht aus dem steigenden Druck bei der Arbeit, aus der Verdichtung der Anforderungen und der Kontrolle."
  • "Kurz: Die Probleme liegen in einem System begründet, das die Menschen nicht zur solidarischen, gemeinsamen Handlung motiviert, sondern in erster Linie die Konkurrenz verschärft. Darunter leiden die Menschen."
  • "Daher feiern die jungen Menschen nicht aus reiner Lebensfreude, sondern um Druck abzulassen. Man belohnt sich selbst für all das, was man ertragen hat."
  • Die gesellschaftlichen Nischen sind weniger geworden.
  • "Der Markt ergreift immer neue Lebensbereiche und Segmente der Gesellschaft. Bildung, Altersvorsorge, Pflege. Vieles, was noch vor dreißig Jahren eine Aufgabe des Gemeinwesens war, wurde auf den Markt verlagert. ... Die Imperative des Marktes gelten mittlerweile sogar in der Familie."
  • "Heute bekommen Kinder und Jugendliche laufend gesagt, wie schwierig es wird: Du musst eine gute Ausbildung haben, dich anstrengen, du hast viele Mitbewerber.... Der Druck kommt von den besorgten Eltern, die Angst haben, dass ihre Kinder scheitern. Und von den Schulen, die immer mehr auf die Marktbedürfnisse ausgerichtet werden."
  • "Je niedriger das Bildungsniveau desto mehr waren auch früher die Menschen darauf angewiesen, sich dem Markt anzupassen."
  • Die Mittelschicht verliert jetzt ihre Freiräume "und wird ganz und gar in die Marktgesellschaft hineingedrückt."
  • Die Marktfernen Existenzen, also Schriftsteller, Wissenschaftler, Künsterl und Philosophen sind nicht ausgestorben, aber sie spielen für Politik und Wirtschaft keine Rolle mehr.
  • Die Klagen, dass die humanistische Bildung veloren geht, verpuffen, weil "das kapitalistische System ... ohne humanistisch gebildete Menschen funktionieren kann. ... Was die Funktionsfähigkeit dieses Systems nicht befördert, das wird einfach nicht mehr besprochen."
  • Die Jugend rebelliert nicht gegen die öffentliche Verblödung, "weil man als blöder Mensch gut leben kann, solange die wirtschaftliche Situation gut ist. Die hohe Attraktivität der Konsumangebote bindet die Energie der Jugend und löst ihre Kritik auf. Die Leute lassen sich lieber unterhalten, als sich kritisch mit den Verhältnissen auseinander zu setzen."
  • "Die aktuelle Wirtschaftskrise produziert Angst, dass ein gutes Leben nicht mehr selbstverständlich erscheint. Deswegen versuchen die jungen Menschen Erfolg zu haben durch Anpassung. ... . Sie werden unkritischer und versuchen, mit Unterwerfungsgesten durchs Leben zu kommen."
  • "Eine Krise führt nicht notwendigerweise zur Rebellion. Erst wenn der wirtschaftliche Totalzusammenbruch käme, könnte es sein,  dass sie revoltieren."
  • "Ich habe den Eindruck, der Konsum selbst ist durchaus ein moralisches Geschäft geworden. Man achtet immer mehr auf die „grüne“ und sozial verträgliche Herkunft der gekauften Waren. ... Wenn in Unternehmen von Ethik die Rede ist, geht es um moralisches Handeln zum Zweck  der besseren Marktleistung. Ethik wird zum Faktor der Absatzsteigerung."
  • Das Problem mit der Verblödung der Jungen hat 2001 mit PISA begonnen. "Wir haben damit unsere ganze Bildungsdiskussion an die OECD übergeben. Also an eine Wirtschaftsorganisation. ... Wir brauchen in der Bildungspolitik andere Expertisen als die aus der Ökonomie. ... Es muss eine Mischung geben aus einer ökonomisch und einer humanistisch orientierten Vernunft."

Die obigen Auszüge und Zusammenfassungen entstammen folgender Quelle:
http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/jugendforschung-die-krise-macht-nicht-rebellisch-sie-diszipliniert/8607444-2.html


Unser Kommentar:

  • Der Kapitalismus funktioniert nicht "auch" mit Blöden, sondern gerade mit Blöden. Unsere Mitmenschen haben sich größtenteils nicht mehr selbst im Griff, sondern werden durch Werbung und Manipulation fremdgesteuert und dumm gehalten.
  • Wenn wir also eine bessere, menschlichere Welt mit mündigen Bürgern haben möchten, müssen wir zunächst unseren Mitmenschen helfen, dass sie wieder sie selbst sind, also dass sie sich nicht mehr manipulieren und fremdsteuern lassen und ihr Bildungsniveau anheben. Daher schreiben wir viele Artikel über Manipulation, damit sich jeder selbst steuern kann und wir informieren mit vielen Artikeln über Krisen aller Art, denn die Gleichgültigkeit ist keine Lösung sondern verschlimmert die Verblödung und begünstigt die Fremdsteuerung.
  • Wenn Du ebenso der Meinung bist, dass unsere Internet-Zeitung eine besonders wichtige Funktion hat, die Mündigkeit unserer Bürger zu verbessern und dass sie gute Informationen verbreitet um unsere Bürger manipulationsresistenter zu machen und deren Bildung zu fördern, freuen wir uns auf eine Unterstützung in Form einer Spende: http://www.wirsinddiewelt.de/index.php/projekt-unterst%C3%BCtzung/spenden

(©@Joe)

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  • Marc Friedrich, Bestsellerautor und Wirtschaftsexperte, im Gespräch mit unserem Thomas Eibeck.

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